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»luzide träume«
25.11.2004

was ist das?
luzide träume sind träume, in denen man sich des träumens bewusst ist und es ggf. sogar steuern kann. d.h. man weiss während im traum, dass man gerade träumt.

es gibt verschieden starke ausprägungen von luzidem träumen.
  1. so hat sicher fast jeder es schon einmal erlebt, dass er sich in einem traum plötzlich die frage gestellt hat, ob das gerade erlebte wirklich echt, oder geträumt war. zumeist glaubt man dann aber es wäre echt und träumt weiter, oder man kommt garnicht mehr dazu diese frage zu beantworten, weil man bereits in einen anderen traum gesprungen ist.

  2. oder aber man erkennt, dass man gerade träumt, nimmt es zur kenntniss und träumt weiter. oftmals verliert man dann auch nach kurzer zeit dieses bewusstsein wieder

  3. selten kommt es vor, dass man nach der erkenntniss zu träumen seinen traum aktiv beeinflussen kann.

probleme, die ich persönlich sehe:
  1. woher weiss ich, was bewusst und was unterbewusst ist?
    genauer: woher weiss ich, wenn ich luzide träume, dass dieses bewusstsein nicht bestandteil des traumes ist, bzw. das beeinflussen des traumes der eigentliche traum.

    gegen diesen einwand sprechen ettliche versuche, in denen versuchspersonen nach dem erkennen, dass sie träumen bestimmte vereinbarte körperliche aktionen (z.b. bewusste augenbewegungen) ausgeführt haben.

    bisher bin ich mir aber noch nicht 100%ig sicher, ob das wirklich ein gültiges gegenargument ist.

  2. ist dauerhaftes luzides träumen schädlich?
    mal ganz abgesehen davon, dass es vermutlich kaum ein mensch schaffen wird, jede nacht luzide zu träumen (ich werde später mal erklären, wie man das erlernen kann), stellt sich die frage, ob es möglicherweise dem körper oder dem "geist" schadet.

    die meisten quelle sagen dazu ganz klar NEIN.

    ich bin anderer auffassung, doch dazu muss ich etwas weiter ausholen:

    die frage, die man sich hier stellen muss ist, warum wir überhaupt träumen. leider gibt es dazu bisher keine eindeutige antwort. es gibt aber verschiedene ansätze. der meiner meinung nach einleuchtenste ist der folgende:

    • in neuronalen netzen kommt es unter bestimmten bedingungen zu sogenannten spurious states. das sind stabile zustände des netzes, die nicht bewusst erlernt wurden, die also kein gelerntes muster darstellen, aber die erkennung gelernter muster behindern.

    • diese spurious states entstehen von selbst und soweit ich weiss gibt es keine möglichkeit das zu verhindern, es sei denn man begrenzt die menge der erlernbaren muster.

    • um ein weiteres korrektes funktionieren des netzes zu gewährleisten, müssen diese zustände durch externe einwirkung entfernt werden.

    • die idee ist nun, das beim gehirn genau dieses beseitigen in der rem-schlafphase passiert.

    träume wären dann nur ein "nebeneffekt". wenn ich mich richtig erinnere passiert das entfernen der spurious states durch das verstärken der zustände gelernter muster abzüglich der fehlerhaften teilzustände. die bei diesem lernprozess auftretenden signale werden nun vom großhirn verarbeitet und interpretiert.

    die frage, die sich mir nun stellt ist, ob dieser "bereinigungsprozess" durch das gezielte steuern der träume gestört wird.

    ich bin hier dankbar für jede weitergehende erklärung.
    im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass viele zusammenhänge und verbindungen auf dieser seite meinem manchmal etwas wirren geiste ;-) entsprungen sind und auf gar keinen fall anspruch auf richtigkeit oder vollständigkeit erhebt.

quellen: geoscience, diverse webseiten zum thema luzide träume, mein noch übrig gebliebenes wissen aus der vorlesung "physikalische grundlagen der neuroinformatik" von prof. dr. kobe (alias dr. spin :-))

UPDATE 12.05.2010: related blogposts