Category Archives: Positiv

Vierter JUG Saxony Day

Ich war heute auf dem JUG Saxony Day in Dresden. Ach ich hab jetzt gar keine große Lust viel zu schreiben:

WAR SUPER und HAT SICH GELOHNT! 🙂

Mein persönliches Highlight war der Vortrag “Rundungsfehler” von Michael Wiedeking aber auch bei “Über den bewussten Umgang mit Nichtwissen in IT-Projekten” von Prof. Dr. Tobias BrĂŒckmann habe ich mir so einiges mitgenommen.

Hier meine Mitschrift:

(Ich habe vor Ort blind mitgemarkdownt und das ganze dann nach einem kurzen Review nur in html-umgewandelt – es wĂ€re sehr erstaunlich, wenn sich keine Tippfehler fĂ€nden)

1. Keynote

2017-09-29
Radisson Blue Hotel Radebeul

Eröffnung

500 Besucher, 90 Studenten
#JSD2017

Keynote – Software Architektur fĂŒr alle!? – Software Architektur wird Entwicklerstil

Stefan Zöllner / embarc

  • The accidental Architecture – paper von Grady Boch

Entscheidungen und Konzepte

  1. Interaktion mit Benutzern und Fremdsystemen
  2. Unter der Haube
  3. Entwicklung und Weiterentwicklung
  4. Ziel Umgebung und Betrieb

Architekturbewertung:

  1. Entscheidungen absichern
  2. Risiken kennen aufdecken
  3. Zielerreichung prĂŒfen
  4. Kompromisse finden
  • Arc42
  • ATAM

QualitÀtsmerkmale

  • Reliability (ZuverlĂ€ssigkeit)
  • Maintainability (Wartbarkeit)
  • Usability (Nutzbarkeit)
  • Functionality
  • Security
  • Compatiblity
  • Performance
  • Portability

Wechselwirkungen zwischen QualitÀtsmerkmale:

  • Effizienz vs Portablilty
  • Sicherheit vs. Usability

Architekturvision

  • fĂŒr den Projekterfolg kritische Architekturaspekte
  • fĂŒr die Entwicklung unumstĂ¶ĂŸlich wichtel Rahmen

Prinzipien vs. Konkrete Vorgaben – im Team vereinbaren

arc42

Gliederungsvorschlag zur Architekturdoku

  1. EinfĂŒhrung und Ziele
  2. Randbedigungen
  3. Kontextabgrenzung
  4. Lösungsstrategie
  5. Bausteinsicht
  6. Laufzeitsicht
  7. Verteilungssicht
  8. Konzepte
  9. Entwurfsentscheidunge
  10. QualitÀtsszenarien
  11. Risiken
  12. Glossar

Softwarearchitektur: Stufen

  1. ZufÀllig
  2. Explizit
  3. Nachvollziebar
  4. Wirkungsvoll
  • Wo finde ich die Struktur?
  • Übergreifende Konzepte?
  • Kommunikation? Wie beantwortet Ihr Fragen nach ArchitekturansĂ€tzen, – Konzepten, – Entscheidungen?

Risikogetriebene Architektur

“You should play as much attention to software arch. a single it contributes risk to the overall Projekt…”

Literatur

Architektur Spicker

Blog


2. Über den praktischen Umgang mit Nichtwissen in IT-Projekten

Prof. Dr. Tobias BrĂŒckmann (CampusLab)

Nichtwissen, Unwissenheit, Unsicherheit

  • Softwareentwicklung ist Wissenserwerb und dessen Übersetzung in Programmcode
  • Software reprĂ€sentiert das Wissen zum Zeitpunkt der Implementierung.

“gesunder Menschenverstand”

  1. Unbewusste Inkompetenz
  2. Bewusste Inkompetenz
  3. Bewusste Kompetenz
  4. Unbewusste Kompetenz (gesunder Menschenverstand => hilft nur den Profi)

Typen von Unsicherheit

  1. Produkt-Unsicherheit (Was?)
  2. Methoden-Unsicherheitn (Wie? )
  3. Stakeholder-Unsicherheit (Wer?)
  4. DomÀnen-Unsicherheit (Worin?)

Ebenen von Unwissenheit

  1. Lack of Ignorance – Fehlen von Unwissenheit
  2. Lack of Knowledge – Fehlen von Wissen (ich weiß das ich etwas bestimmtes nicht weiß)
  3. Lack of Awareness – Fehlen von Bewusstsein (ich weiß, das ich irgend etwas nicht weiß)
  4. Lack of Process – Fehlen eines Prozesses (ich weiß, dass ich etwas nicht weiß, aber nicht, woher ich das wissen bekomme)

Ziel der Softwareprozesses

Ebene 1: Fehlen von Unwissenheit zum Zeitpunkt der Implementierung.

Typische Fehlermuster in der Praxis

Prinzip des perfekten Autodidaktikers

Was beschrieben / gesagt wurde gilt als vermittelt und verstanden

Prinzip der unklaren Probleme

  • Jeder Stakeholder hat anderes Problem
  • Jeder Stakeholder hat andere Vorstellungen von den Problemen der anderen

Prinzip der einfachen VerfĂŒhrung

Fokus auf Dinge, die man gut kennt

Prinzip der Axiomatic von dokumentierten Annahmen

  • Was mit viel Aufwand dokumentiert wurde, wird nicht mehr hinterfragt – gilt als richtig
  • Dokumentierte Annahmen sind fix, Änderungen schwer

Prinzip der zwanghaftgen VollstÀndigkeit

  • Erst wenn etwas wirklich vollstĂ€ndig ist, ist es gut.
  • Nur das Detail zĂ€hlt, der Überblick ist nicht wichtig.

Prinzip des ĂŒberlagerten Wissen

  • Verschwendung vieler Ressourcen fĂŒr das Anlegen großer LagerbestĂ€nd an Wissen
  • LagerbestĂ€nd ist schnell ĂŒberlagert und wertlos

Wissen hat ein Haltbarkeitsdatum

Prinzip der Missachtung von Erkenntnisprozessen

  • Keine Möglichkeit auf gewonnene Erkenntnisse zu reagieren
  • Stigmatisierung von Erkenntnissen als Fehler

Prinzip der maximalen Distanz zum Kunden

Prinzip der Eigengefangenheit

“Dem Experten im Umgang mit einem Hammer erscheint jedes Problem als ein Nagel.”

Prinzip der Ummöglichkeit der eigenen Meta-Perskektive

Reflektor des eigenen Handelns bzgl. Des Wertbeitrags

Techniken zur Gewinnung und Verwaltung

Annahme: Wissen ist wertvolle Ressource

  • selten Uhren in MeetingrĂ€umen
  • Wie teuer war das Meeting? Wieviel Wissen wĂŒrde gewonnen?

Verwaltung des Wissens (LagerbestÀnd)

  • Definition of Ready (Spec vor der Entwicklung)
  • Definition of DONE

Veranschaulichen von Unwissen

  • Kategorien statt vermeintlicher PrĂ€zision (SchĂ€tzungen in Shirt grĂ¶ĂŸen M statt 54,034)
  • Explizite Ungenauigkeit statt vorgetĂ€uscht Wissen
  • Aktuellen Stand der Erkenntnisse reflektieren (regelmĂ€ĂŸig NeuschĂ€tzen und Repriorisierung)

Steuern auf Basis von gewonnene Wissen

  • Annahmgesteuert vs. Erkenntnissgesteuert

3. Agiles Sefi

Jan Gentsch & Julia Dellnitz

  • Arbeit am Produkt / im Team
  • Arbeit am Unternehmen
  • Arbeit an sich selbst (Vormachen) – inspect & adapt

Feedback

  • bekommen Negatives Feedback tut oft weh
  • geholt Feedback fĂŒhlt sich besser an

Feedback selbst einholen

Agile Selfie


4. Ein Agile Knigge fĂŒr Entwicklerteams

Lena MĂŒller-Ontjes & Beginn Haider (Mach AG)

Prozesse Ă€ndern heißt sich selbst Ă€ndern!

Userstories

INVEST-Methode

  • Indeendent
  • Negotiable
  • Valuable
  • Estimable
  • Small
  • Testable

Sprintplanung

  • Team ĂŒbernimmt und unterstĂŒtzt bei Erstellung von Stories
  • Fehler vermeiden statt Fehler finden
  • Hinterfragen
  • Besprochene dokumentieren
  • Keine Entwickler-Anleitung
  • Alles was das Team macht steht am Board
  • Work-in-Progress-BeschrĂ€nkung
  • QA ist Teil des Teams
  • Der Sprint ist und bleibt stabil (Aufgaben / Dauer)
  • Wissensinseln vermeiden

Retrospective

  • Nur fĂŒr Teammitglieder!
  • Aktive Teilnahme aller Mitglieder
  • Moderator notwendig
  • Fokus ist nur der letzte Sprint
  • Keine Opferhaltung
  • Maßnahmen dokumentieren

Abnahme

  • Abnahme ist keine zweite QA
  • Konflikte eingehen -> alles muss auf den Tisch

Fazit

  • Vertrauen schaffen
  • Methoden einsetzen
  • Lösungsorientiert denken
  • Sprint-Alzheimer verhindern
  • Feedback geben

5. Serverless

Jörg Adler, Benjamin Otto (Mercato)

Cloud ist nicht nur Rechenleistung und Speicher sonder auch Servses

  • Infrastructure (IaaS)
  • Platform (PaaS)
  • Function (FaaS)

Tool to check: artillery

Function as a Service

  • alle Ressourcen beim Cloudanbieter
  • DEV stellt nur Code bereit
  • keine Persitenz
  • anbieterspezifisch
  • schnell scallierbar

AWS Lambda

  • functions can be bound to S3-buckets (eg. called on file-upload)
  • mehrere Sekunden fĂŒr Start eines Lambdas
  • 2800 Lambdas – rund 40 TFlops (ca. 7 Cent/Sek)
  • JavaSDK von Amazon (Github: aws-lambda-java-libs)
  • Limits
  • Heap max. 1.5 GB
  • Laufzeit max. 5 Minuten

Kosten

  • Kostenalarme möglich (cloud-watch)
  • deutlich preiswerter als Docker in elastic cloud

Serverless framework

CLI-tool zum Bauen und Deployen von serverless functions

Demo mit Lambda-Beispiel

-> in ErgÀnzung: https://www.golem.de/news/open-source-oracles-serverless-plattform-versteht-auch-aws-lambda-1710-130447.html


6. Rundungsfehler

Michael Wiedeking (Mathema Software GmbH)

Gleitkommazahlen

  • Je grĂ¶ĂŸer die Zahl, desto grĂ¶ĂŸer die Ungenauigkeit (logarithmisch wird der Abstand der darstellbar Zahlen grĂ¶ĂŸer)
  • Je mehr grĂ¶ĂŸer die Mantisse, desto genauer die Darstellung (… kleiner die AbstĂ€nde)

Rechnen mit Gleitkommazahlen

Wenn eine Zahl nicht darstellbar ist, dann nimm die nĂ€chst gelegene -> Problem der Unterschiedlichen AbstĂ€nde -> Fehler bei großen Zahlen grĂ¶ĂŸer

Je nach Zahl treten große Fehler auf: 0.1 + 0.1 + 0.1 + 0.1 = 0.5

Fehler hÀngt ab von:
* Abstand von den existierenden Zahlen
* => GrĂ¶ĂŸe der Zahlen

=> Reihenfolge der Rechnung ist wichtig (Zwischenergebnisse können nicht darstellbar sein)

DFÜ am Amiga 1 – Mailbox

Kennt Ihr noch “DFÜ”? Ich glaube ich habe das Wort “DatenfernĂŒbertragung” schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gehört.

In den letzten Wochen hatte ich mal wieder Spaß mit meinem Amiga. Etwas, das schon eine Weile auf meiner Wunsch-TODO-Liste steht ist das Thema DFÜ/Internet/Netzwerk. Ja, das alles geht mit dem Amiga.

Thema heute: Dial-In-Mailboxen

Bevor das Internet populĂ€r wurde, gab es sogenannte “Mailboxen“. Im Prinzip waren das Rechner, die man “anrufen” konnte – mit einem Akustikkoppler oder Modem. FĂŒr ersteres bin ich zu jung, aber ein Modem habe ich vor einiger Zeit auf dem Dachboden noch gefunden.

Was wird benötigt?

  • Amiga 🙂 – in meinem Fall ist das “THE-BABY” – ein A1200
  • Modem – ich benutze ein Elsa MicroLink 56k basic
  • Terminalprogramm – NComm (freier Key) oder Term
  • Telefonanschluss
  • Telefonnummern von Mailboxen
Amiga 1200 (aka "The BABY") mit Elsa-Modem
Amiga 1200 (aka “The BABY”) mit Elsa-Modem

 

NComm (Modem noch nicht angeschlossen)
NComm (Modem noch nicht angeschlossen)

 

Nachdem ich genau mit diesem Modem bereits vor ĂŒber 20 Jahren in diversen Mailboxen unterwegs war, sollte es mit den ersten drei Punkten keine Probleme geben. Also Term installiert, Modem angeschlossen … und … “Modem not responding”. Hmm. Ach da war doch was … der Initialisierungsstring.

Nach wenigen Minuten Recherche bin ich fĂŒndig geworden. Mit AT&FX3 ließ sich das Modem schließlich von Term zur Mitarbeit ĂŒberreden.

Init-String Elsa MicroLink 56k basic: AT&FX3
Init-String Elsa MicroLink 56k basic: AT&FX3

 

Doch nun die große Frage – wird die DFÜ ĂŒber meinen VOIP-Anschluss funktionieren? Nun – JA – absolut problemlos.

Die technischen Voraussetzungen sind geschaffen. Was fehlt sind einige Telefonnummern von noch existierenden Mailboxen. Tja, und hier gab es eine kleine EnttĂ€uschung. Es existieren zwar noch einige aktive BBS, aber die sind fast ausschließlich via Telnet erreichbar. Nun, das können wir ja gerne spĂ€ter machen, bis dato hing der Amiga aber noch nicht am Internet. Und ĂŒberhaupt ist das ja nicht einmal halb so cool und retro 😉 .  Leider habe ich keine einzige noch aktive deutsche (alles andere ist nicht flat) Amigamailbox gefunden. Nichts desto trotz bin ich fĂŒndig geworden – wenn auch nicht im Amigabereich – und konnte mich erfolgreich in folgende beiden Mailboxen einwĂ€hlen:

Im nÀchsten Teil wird es um die Verbindung zum Internet und diverse Dienste gehen.

Enigmail und die Suche

Nach dem Studium habe ich E-MailverschlĂŒsselung bewusst nicht mehr genutzt. Der Grund: die Suche – verschlĂŒsselte E-Mails lassen sich nicht finden, weil sie von Thunderbirds Suche nicht indiziert werden. Bei der Flut an E-Mails, die sich im Laufe der Zeit ansammeln ist das fĂŒr mich ein klares NO-GO.

Bis vor Kurzem hatte ich mich damit abgefunden, dass dieses Problem nicht lösbar sei und ganz bewusst darauf verzichtet, E-Mails zu verschlĂŒsseln oder andere zu animieren, mir verschlĂŒsselte E-Mails zu schicken.

Unterschiedliche SphÀren

Nun muss man sich beim Thema Sicherheit immer im klaren sein innerhalb welcher “SphĂ€re” man sich bewegt und wie vertrauenswĂŒrdig diese ist. Davon ausgehend, dass Sender und EmpfĂ€nger ihre E-Mails jeweils auf einem Server liegen lassen (IMAP), der nicht unter ihrer Kontrolle steht und zudem immer auch eine lokale Kopie behalten, gibt es fĂŒnf relevante SphĂ€ren:

  • der Rechner des Kommunikationspartners
  • der E-Mailserver des Kommunikationspartners
  • der Transportweg
  • mein E-Mailserver
  • mein Rechner

Über den Rechner und den E-Mailserver des Kommunikationspartners habe ich keinerlei Kontrolle. In diesen beiden SphĂ€ren gibt es keine Möglichkeit, sicherzustellen, dass Nachrichten vor dem Zugriff Unberechtigter geschĂŒtzt sind. Der Kommunikationspartner könnte die E-Mails hier unverschlĂŒsselt ablegen und ich wĂŒrde es noch nicht einmal bemerken. Die beiden SphĂ€ren “Rechner des Kommunikationspartners” und “E-Mailserver des Kommunikationspartners” sind also unsicher und unkontrollierbar. Da hilft nur Vertrauen, dass der Partner diese SphĂ€ren sicher macht.

Die SphĂ€ren “Transportweg” und “mein E-Mailserver” mĂŒssen per se als unsicher angesehen werden. Ich kann nicht sicher sein, dass hier niemand mitliest. Aber die beiden SphĂ€ren sind kontrollierbar. Ich kann entscheiden, wie meine Nachrichten innerhalb aussehen weil ich diese in die SphĂ€ren einbringe.

Die letzte SphĂ€re “mein Rechner” ist kontrollierbar und ich bin in der Lage, dafĂŒr sorgen, dass sie auch sicher ist. Letzteres kann beispielsweise durch FestplattenverschlĂŒsselung erreicht werden.

Sicherheit in den drei kontrollierbaren SphÀren

Ziel ist es, dass innerhalb der kontrollierbaren SphĂ€ren nur Berechtigte in der Lage sind, den Inhalt meiner E-Mails zu lesen. In den beiden unsicheren SphĂ€ren “Transportweg” und “mein E-Mailserver” kann ich das erreichen, indem ich die Nachrichten verschlĂŒssele. Ich verpacke die Nachrichten damit in eine sichere SphĂ€re, bevor ich sie in eine unsichere einbringe. In der sicheren SphĂ€re “mein Rechner” ist das nicht notwendig, weil die SphĂ€re durch andere Maßnahmen ja bereits sicher ist.

Vertrauen ist alles

Letztlich geht es immer nur darum, wie groß mein Vertrauen in die Sicherheit einer SphĂ€re ist. Und natĂŒrlich, wie sicher “sicher” denn sein soll (wie stark der Angreifer sein darf). Ich muss glauben, dass der “Rechner des Kommunikationspartners” und der “E-Mailserver des Kommunikationspartners” sicher sind. Ich muss glauben, dass die von mir verwendete VerschlĂŒsselungstechnologie sicher ist und ich muss glauben, dass die Maßnahmen, die ich ergreife, “meinen Rechner” sicher zu machen ausreichend sind. Und natĂŒrlich muss ich auch Thunderbird, Enigmail und dem Linuxkernel vertrauen 🙂 .

Enigmail und die Suche

Nach all der Vorrede will ich nun aber zum Thema dieses Posts kommen. Wie eingangs bereits dargelegt ist eine funktionierende Suche in meinem Desktop-E-Mailprogramm fĂŒr mich ein absolutes MUSS. Wenn ich nun wie ausgefĂŒhrt davon ausgehe, dass “mein Rechner” eine sichere SphĂ€re ist, so kann ich E-Mails hier getrost in unverschlĂŒsselter Form ablegen und von der Suche indizieren lassen. Und genau das ist mit Enigmail möglich. Dazu wird ein Mailfilter angelegt, der von jeder eingehenden verschlĂŒsselten E-Mail eine unverschlĂŒsselte Version in einem LOKALEN Ordner ablegt. Diese Kopie wird indiziert und bei einer entsprechenden Suchanfrage gefunden.

enigmail-message-filter

Wichtig dabei ist, dass die unverschlĂŒsselte Kopie ausschließlich in der sicheren SphĂ€re “mein Rechner” verbleibt und dafĂŒr ein Odner im lokalen Account benutzt wird. Keinesfalls darf hier ein IMAP-Ordner gewĂ€hlt werden.

Fazit

Mit Hilfe von Thunderbirds Nachrichtenfiltern und der von Enigmail mitgebrachten Filteraktion “Create decrypted Copy” ist es möglich, verschlĂŒsselte Kommunikation innerhalb von Thunderbird suchbar zu machen. Serverseitig funktioniert das selbstverstĂ€ndlich nicht. Solange der E-Mailserver nicht als sichere SphĂ€re betrachtet werden kann dĂŒrfen die betreffenden Nachrichten hier niemals unverschlĂŒsselt abgelegt werden. Genauso verhĂ€lt es sich mit anderen E-Mail-Clients, die sich nicht in einer sicheren SphĂ€re befinden wie Smartphone, Portable Edition von Thunderbird, etc.

FĂŒr mich genĂŒgt das aber, um wieder aktiv GPG zu nutzen und zu propagieren.

In diesem Sinne (nur fĂŒr private E-Mails):

-----BEGIN PGP PUBLIC KEY BLOCK-----
Version: GnuPG v2

mQINBFgCm3sBEADzkBeaoXmEV3Szvk3Df4IHntgkULZx1qtYIbRN7pwFkvgbIQZM
Lyd/TY9VPqZLCtqy1WSMXBKHnCe/3xYi36vUnNXRqlAwiht5PgANy1up8neYtOyD
BWaI4IB+/GkxKV1Do0N8/B3iferZ8b1ixQRDL4Z8Bdr586/I4GObkuAjQzfQU9Ds
lG7oIinUU+X+hvuh4hs/d/G5Kg7vvlJWAe0srxBaG17lEc8P+JGox1zVnWXFBCjd
ADi9E5eYG0msZ7lkhXX6wcGBdH4eedEDIc2kxwpdlY8QUfms0TaZPpK8/Rk2rXVT
3ssS6Mky6ulXsu7uhMwSxOCYzn1R8wI4M9ToRMv4jziCstFkskD63Y4vE+5fSJR1
JYsCzTDaqUYmIxZMvXVLFZ2Hm0xEwBUdrDtQLiL8gBLNlHEVwTls15UwMZqt9a48
woWrYIkB87uYVu3tNlbs719jiZ2Uo7BzRtJO1up+GGRuX4VNE7sbFw2T4qe/BqT5
cw48484WLSh4Yxdwvhcvbe2ywfJByx2zO7Q8QlCNcBfuz/6qrkkzXGWy3lfBS5g5
1tIVSUQcSJdFWZJRNXpkAUBVwyQojuaHAHDdMk+1SCfW9XVmwATLQshlfyIhuGj1
U/tvEW/6ktb9gtuZ47/mGv3FaQ8XPEg21/eoTnOw+oq/VkzEEFLVSvvmvwARAQAB
tCJTdGVmYW4gTGViZWx0IDxzdGVmYW5AbGViZWx0LmluZm8+iQI3BBMBCAAhBQJY
Apt7AhsjBQsJCAcCBhUICQoLAgQWAgMBAh4BAheAAAoJEE5gYVwYgJa0AQcQALPI
TDxKej5EqCsybz3/j9VO+m+9mzZmSIml7E92Q4iDuYvtj4Fh+lPnOAi4IR9mSapz
SkTnhpWMZfocLlxksHTut9+O85IHGhuoCsDkeTeNHAEJqD6Q4vRVgGghwimKU2fZ
UodnrPxRYoeWqa2nv9r+j8v0HXB2GXp5XI8egPHbcdy3zOPeDrWB17e6cXivMo/i
WDiicR+PQyw54ao353+xFRT3pDGM/2hSPr0NXDf3RICnNWveuJCDKf2KAKenCVfp
EJ8hyDm1PE/LOBNLMLHGPqK8cH9Qg6eCbauZ8MpYbasoF0s9FOcTZvRYmPFyXZDt
fHuR0zvYYt0zxa+l6fnK2NIE25Zlz6PBlUQL7y4j+enN2QGFTwp+or8RnimDaf0z
OjpLo376rOGKCDHIqNHYhom7GBxLTFaqz+RwW6co4SNrVOY1HjrHo4Kff0D2ys/k
zZzK6nw+s22Uh9qbj/z4chohZjI/FT1bwFDhwvpxjIyqAA7kNga6g3GDabkwklJ9
xDOSnp0e3yx5xu5wtRU4iJak2AZopThBjMe9H2Yrsbkcg/0UiDH+MgbBf3lIVGrS
krMHdFnX+yZdf3P4brnV84exAAeuSGoS0kJyYLqHkKDftsEG5KEXkxwfWwtwDzm/
QcbLf+tEahTXVOyI8p1h2vwZqU3LCSuSrLjCX9ywuQINBFgCm3sBEADOBld6Gi37
UVtG6kjLKakGi4qYy/m0INFFvEkM8HfPVaxrDfo55uxIBxx+GhtNFot+qS92PBHn
scH+vg2JrlP3wPzEnyGXhOltBpsP8lHDOF/TzSx2ukAgCrWOLpalj2y+Dh5x0CpP
L4kyrcnZIjjvOv0RLARvBzNe04J8uJS5CD9u+NS+qEpDg/ZKp/km5X97QHG15/NX
bUnfhxPe/tgAiBx3pnlFTdOLu9ABRj1MiEjfGJJivy4Lf6dsbz2ciBtFBFMJKdWf
RyAsLZmXhc0mZTrsRaf9r0xkmMzOQkXd3hL0Lms/Gm1dVtuNULq72WHCqs8IG9jF
sCn8xrr6K2sFqO5BEp3WcUEaoLEAAz6dzmQQ8FsremkE5t5oNemrCz6vbl+3FSd0
U4W9c1SZfbURAnmFYPnAfawVMfCKQBwX8m5G7/yd7It59Wo1rcIeUOlo8d6RuX6j
Ann6BEUiR8aRBVPPpcwgp7CnYx9cJIK9bb9onuLOasQ8d0qunS45UiZWmOVgSGT2
9EDDJVab/vyC6oHVkR5j7x3CLbk9Lu0LdIKN+xnPGyZdBA4iRXA9uY8v9bp9e4Sw
/pVzVq4zR/wA2SFyyqM3d1DC8onmZZts/SAKd+smn3WmMfBbKegak+fdIG7M+2Hn
UArm9WNzVeDTNugyawFr41hG2dVWKe7GcwARAQABiQIfBBgBCAAJBQJYApt7AhsM
AAoJEE5gYVwYgJa0URcP/1yWm3WPXzcibxhbbdHD0GHF8qMjxbHeb2OI9zKOSb9F
S2F58K/ajFuHnf9Sa+W2IOmsu5eWjbDBjjyEb+waYxuKzKjZv1y7/IZLtdAOFU8x
J8OfYQjeneCx/IWVw6M2NILPNF1XMfIkl/4uipjKH/yVEUDIJAiQNFPD7PzYjmqW
jo7PI9IGctafwzrwMyW93PZge87RH28xd89MqcRSlcwroHCSxiFDSmNs1aIfSgSE
wbhZn9BwaxEHpFeSKtmD4oPoi3A/uJ/DQ0/YPbX8kJdc8I/f3kWI8n+bA+FEZvSf
naY1RLX0uJjj4tngw5MNDkbYdvZnQe7JAZpXMy80gDlRp/I+UUJgJN/ss6P1NCYB
a2FdaT0IS/OqaCajkPVAfe73M84AxPCn4c3vBd64Wg+a9wd7theV+aeO/dtlecJc
5gJU80V63cfv5lD+7PVD10d3Ec5azVFKRyp+1+foeUyXNh4S+syvuXXlWzXpj6mj
g+OhUY8sVKgOwdL1ebEHtcebNnDQZeAB2gK7o9gn0xqhpg0bPGM2+otfAny2Jb7D
xz1kNrbnw6u2HGAgq6NFdlqLIhkWZXsr78YiuCpv4N85KUIdcbRbP9zhLHt7C7WV
eDYRxibjUfC24PTNKJ8L4HcONDwBKSrrJuOnv4WvJ9GYODSELMiem+o98Y5YrUtf
=DCD9
-----END PGP PUBLIC KEY BLOCK-----

Dank geht an dieser Stelle an meinen Kollegen Carsten, der mich nach einer Diskussion ĂŒber dieses Thema auf die Filteraktionen von Enigmail aufmerksam gemacht hat.

AmigaOS 3.9 ohne CD-Laufwerk am Amiga

Nachdem ich nun eine ganze Weile rumgespielt und vieles ausprobiert habe sollte das System nun noch einmal komplett frisch aufgesetzt werden. Allerdings ist THE BABY ja inzwischen in ihr DesktopgehĂ€use uGetBoingedmgezogen und da gibt es kein CD-Rom-Laufwerk. Nun bestĂŒnde natĂŒrlich die Möglichkeit, die Installation im UAE durchzufĂŒhren und so die CF außerhalb des richtigen Amigas zu prĂ€parieren. Aber irgendwie wollte ich das nicht. Die komplette Installation sollte am Amiga selbst erfolgen. Lediglich das besorgen der Software wurde am “PC” erledigt.

Also auf gehts.

Schritt 1: CF partitionieren und AmigaOS3.1 installieren

Als erstes wird die zu nutzende CF-Karte in den Amiga eingelegt und mit Hilfe von HD-Toolbox von der AmigaOS3.1-Installer-Disk partitioniert. Ich habe mich fĂŒr die klassische Einteilung in “System3.9” (500 MB – bootable) und “MyStuff” (Rest – nicht bootable) entschieden.

Nach der Partitionierung wird AmigaOS 3.1 von Diskette auf der CF installiert.

Schritt 2: Software bereitstellen

FĂŒr die Installation wird folgende Hilfssoftware benötigt:

  • LHA (http://aminet.net/package/util/arc/lha)
  • Diskimage (http://aminet.net/package/disk/misc/diskimage.m68k-aos)

Außerdem benötigen wir AmigaOS3.5 sowie AmigaOS3.9 als ISO-Image. Dieses können mittels

dd if=/dev/<cd-device> of=~/Desktop/AmigaOS35.iso
dd if=/dev/<cd-device> of=~/Desktop/AmigaOS39.iso

erzeugt werden.

Zu guter Letzt mĂŒssen noch drei AmigaOS-Updates geladen werden:

  • Boing Bag 1 (http://www.amiga.com/3.9/download/BoingBag39-1.lha)
  • Boing Bag 2 (http://www.haage-partner.net/download/AmigaOS/BB3.9-2.lha)
  • Euro-Uptate (http://www.haage-partner.de/aos39/Euro-Update.lha)

All das wird auf die zweite Partitione (MyStuff) der CF-Karte kopiert. Dazu wird die CF-Karte via Kartenleser am PC angeschlossen und mittels

sudo mount -t affs /dev/sdc2 /mnt/Amiga-MyStuff

gemountet.

Schritt 3: Hilfssoftware bereitstellen

Nachdem die CF-Karte bestĂŒckt ist, wird sie wieder in den Amiga eingebaut und von selbiger in das bereits installierte AmigaOS 3.1 gebootet.

Nun öffnen wir das selbstentpackende LHA-Archive und kopieren den LHA-Befehl in das C-Verzeichniss der CF-Sys-Partition

Als nÀchstes wird der Installer von der AmigaOS-3.1-Install-Disk in das C-Verzeichnis der CF-Sys-Partition kopiert.

Nun kann “Diskimage” entpackt und via Installer installiert werden. Mit Hilfe dieses Programmes können wir die in Schritt 2 erzeugten CD-Images unter AmigaOS mounten.

Schritt 4 – AmigaOS 3.5 installieren

Jetzt ist alles fĂŒr die Installation von AmigaOS 3.5 vorbereitet. Mit dem Befehl

MountDiskImage DRIVE ICD0: MyStuff:AmigaOS35iso

wird das CD-Abbild der 3.5-Installations-CD eingehangen und taucht kurze Zeit spĂ€ter auf der Workbench auf. Nun kann die Installation beginnen. Dabei muss zunĂ€chst die Vorbereitunsroutine des AmigaOS-3.5-Installers ausgefĂŒhrt werden, bevor nach einem Neustart und dem erneuten Mounten des ISOs dann endlich die richtige Installation gestartet werden kann.

Nachdem selbige abgeschlossen ist sollte der Amiga von der CF-Karte in AmigaOS 3.5 booten.

Schritt 5 – Auf AmigaOS 3.9 aktualisieren

Bevor wir mit mit 3.9 weitermachen wird der Ordner

Sys:Prefs/Env-Archive/NOSCSIUPDATE

angelegt. Damit wird verhindert, dass dieses Modul aus dem neuen ROM, dass im Laufe der 3.9-Installation installiert wird, beim Aufruf von setpatch geladen wird. Zumindest bei mir war das notwendig, da mein Amiga beim Starten von 3.9 genau an setpatch gescheitert ist.

Nach dem das getan ist installieren wir AmigaOS 3.9 analog zum Schritt 4. Allerdings ist hier keine Vorbereitung mehr notwendig und es kann sofort die Option zum Aktualisieren von 3.5 auf 3.9 gewÀhlt werden.

Es folgt der Reboot in AmigaOS 3.9

Schritt 6 – Updates installieren

Zu guter Letzt installieren wir noch die beiden Boing Bags und das Euroupdate.

Voila – Fertig

Tower 2 Desktop

Nachdem ich vor einiger Zeit mein altes DesktopgehĂ€use wiedergefunden habe war es nun endlich an der Zeit, den großen Umzug zu wagen. Doch dafĂŒr fehlten noch ein paar Teile:

  • Tastatur
  • Netzteil
  • funktionierendes Diskettenlaufwerk
  • optional: externes Diskettenlaufwerk

All das habe ich wieder einmal vom guten Jochen erhalten. Und er hat mir sogar meine leicht beschĂ€digte Amiga-Inc-Oberschale gegen eine fast schneeweiße Comodore eingetauscht! 🙂

Nachdem alles soweit vollstĂ€ndig war, habe ich zunĂ€chst einmal die Tastatur grĂŒndlich gereinigt. Bleichen werde ich die Tasten eventuell spĂ€ter einmal. Als nĂ€chstes wurde das Mainboard eingepasst und das obere Abschirmblech eingesetzt. Dem folgten die CF-Karte und das neue Diskettenlaufwerk. Zu guter Letzt mußte THE BABY nur noch geschlossen und die Turbokarte eingesetzt werden.

VOILÀ – so sieht ein echter Amiga 1200 aus :).

Nun stand als nĂ€chster großer Schritt noch der Einbau des Indivision Flickerfixers auf dem Plan. Leider gab es ein paar Probleme mit dem Versand und ich musste mehrere Woche auf die Lieferung warten. Doch am Montag war es dann endlich soweit.

Meine ersten Experimente rufen mir in Erinnerung, weshalb ich seinerzeit eine BVisionPPC in meinem alten Amiga hatte. Hohe Auflösungen wie die 1027×768 (HighGFX) machen keinen großen Spaß. Ich habe mich daher erst einmal fĂŒr HighRes interlaced entschieden. Nichts desto trotz sieht die Workbench auf einem TFT schon wirklich toll aus.

Mein nÀchstes Projekt wird es sein, THE BABY ans Netz zu bringen. Dann kann ich hoffentlich Samba nutzen und die CF-Karte im GehÀuse verschwinden.

Diskimages unter AmigaOS

Vor einigen Tagen habe ich “The BABY” in ein originales A1200-TastaturgehĂ€use umgebaut (vielen Dank wieder einmal an Jochen fĂŒr die benötigten Ersatzteile). Ein bebilderter Bericht folgt demnĂ€chst.

Nun habe ich also vorerst kein CD-Rom-Laufwerk mehr im Einsatz. Da ich von der Amiga Future 120 – CD fĂŒr die Verwendung mit FS-UAE bereits ein ISO-Image erzeugt hatte, dachte ich mir dass es doch möglich sein mĂŒsse, Diskimages auf dem Amiga zu mounten. Und weil im OriginalgehĂ€use statt des Gotek-Floppyemulators nun natĂŒrlich auch wieder ein originales Diskettenlaufwerk verbaut ist, gilt das gleiche fĂŒr ADFs.

Nach einiger Recherche habe ich zunÀchst ein sehr simples Tool gefunden, um ADFs auf Diskette schreiben zu können und Disketten in ADFs auszulesen: ADFBLITZER. Das Programm hat genau drei Knöpfe. Einen zum Schreiben eines ADFs auf eine Diskette, einen zum Auslesen einer Diskette in ein ADF und einen zum Beenden :). EASY.

ADF-Blitzer

Schön, nun kann der Amiga also ADF-Dateien schreiben und erzeugen. Aber das war ja nicht das eigentliche Ziel.

Weitere Suche förderte diskimage[.device] zu Tage. Dieses Programm verfolgt einen interessanten Ansatz. Es stellt via Mountlist Laufwerke bereit, die sich dann dynamisch mit Diskimages “befĂŒllen” lassen. Die Standardinstallation bringt dabei bereits genau das mit, was ich benötige: Mountlists fĂŒr zwei Diskettenlaufwerke (IDF0 & IDF1) sowie zwei CD-Rom-Laufwerke (ICD0 & ICD1). Mittels des Kommandos MountDiskImage oder auch sehr komfortabel mit dem Programm DiskImageGUI, welches sich nach der Installation unter SYS:Sytem befindet, lassen sich damit sehr einfach Images wie CD-ISOs oder ADFs mounten.

MountDiskImage DRIVE ICD0: MyStuff:Exchange/AmigaFuture120.iso

MountDiskImage DRIVE IDF0: MyStuff:Exchange/AdvancedAmigaAnalyzer2.adf

DiskImage

Soweit so gut. Leider zeigt der Praxistest dass The BABY wohl nicht genug Power hat, um sinnvoll mit einem 700-MB-CD-Image arbeiten zu können. Aber immerhin klappt das ganze hervorragend mit ADFs.

Mittelfristig benötige ich also wohl doch einen PCMCIA-Adapter um ein externes CD-ROM-Laufwerk anschließen zu können.

Bodenfund und Elkotausch

Am letzten Wochenende habe ich, in der Hoffnung mein altes externes Diskettenlaufwerk zu finden, den elterlichen Dachboden durchstöbert. Das Laufwerk ist zwar nicht aufgetaucht, dafĂŒr habe ich jede Menge Disketten und mein altes A1200er-TastaturgehĂ€use wiedergefunden 🙂 . Da ich nicht vorhabe, ein Onboard einzubauen, ist das CD-Rom-Laufwerk derzeit der einzige Grund, “The Baby” im Tower leben zu lassen. Aber so ein TastaturgehĂ€use ist einfach viel cooler. Ich denke ich werde die Gute ĂŒber kurz oder lang in ihr Originalgewand verfrachten.

DSC_1209

Heute stand nun der Elkotausch auf dem Programm. Jochen aus dem Nachbarort hatte mir angeboten, dass fĂŒr mich zu machen. Also habe ich “The Baby” gut gepolstert verpackt und bin hingedĂŒst. Was mich dort erwartet hat war der Hammer: ein Retrocomputermuseum (ĂŒberwiegend Amigas) mit angeschlossenen Ersatzteillager. UNGLAUBLICH!!! Jetzt weiß ich auch, wo ich die noch fehlende Originaltastatur und ein Netzteil herbekomme 🙂 . Der Elkotausch war nach einer guten halben Stunde erledigt. Nun kann das gute StĂŒck weitere 20 Jahre leben.

Vielen Dank Jochen!!!

Als nÀchstes folgt der Einbau des Indivision Scandoubler/Flickerfixers, der hoffentlich am Freitag hier eintrifft.

… the story goes on

Saubere Leistung “BABY”

Nach Auspack, GehĂ€usereinigung und der ersten Einrichtung wollte ich mich nicht mit dem latent vorhandenen Nikotingeruch abfinden den “The BABY” beim Öffnen des GehĂ€uses noch immer verströmte abfinden.

So stand als nĂ€chstes die intensive Reinigung der Hauptplatine auf dem Programm. Nach dem zurate Ziehen eines ahnunghabenden Kollegen habe ich mir Isopropanolspray besorgt und das Mainboard sowie die IDEfix-Platine grĂŒndlich gesĂ€ubert.

Jetzt stinkt nur noch das Netzteil 🙂 .

Und weil die Turbokarte, eine Blizzard 1230 IV – genau so eine hatte ich frĂŒher vor dem PPC – eingetroffen war, wollte diese natĂŒrlich sofort eingebaut und ausprobiert werden. Im Gegensatz zum Amiga und seinem GehĂ€use ist die Turbokarte in einem sehr guten Zustand.

Ein paar Tests und Demos spĂ€ter ging es endlich an das OS-Update. Die AmigaOS3.5 bzw. 3.9-CDs hatte ich zum GlĂŒck noch da uns so ging es direkt an die Installation. Im ersten Anlauf hat mir dabei leider eine InkompatibilitĂ€t des zuvor unter 3.1 installierten IDEfix97 und den mit 3.5 mitgelieferten CD-Treibern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Fast habe ich mich genötigt gesehen, die Installation im Emulator durchzufĂŒhren (der sich großartigerweise von der CF-Karte des Amiga booten lĂ€sst), aber dann wurde klar, dass die alte IDEfix97-Mountlist Quell des Problems war. Kurze Zeit spĂ€ter rannte die Installation und nun lĂ€uft AmigaOS3.9 wie am SchnĂŒrchen.

Als nÀchstes ist WHDLoad dran. Und in der nÀchsten Woche geht des den alten Elkos anden Kragen.

… stay tuned …

“Back for the Future”

Der Amiga war ein wichtiger Bestandteil meiner Jugendzeit und hat mich bis ins Studium hinein begleitet. Nach einem traumatischen Erlebnis, dem Überspannungstot meiner bis an die ZĂ€hne hochgerĂŒsteten “Freundin”, war dieses Kapitel fĂŒr mich eine lange Zeit beendet (mit einer kurzen Unterbrechung). Doch seit einer ganzen Weile spukt der Gedanke in meinem Kopf herum, diesen großartigen Rechner wieder zu besitzen.

fs-uae

So habe ich in den letzten Wochen viel mit FS-UAE herum experimentiert. Wenn auch etwas eingerostet sind meine Amiga-Kenntnisse damit ziemlich schnell wieder zurĂŒckgekehrt. Bei Spielen wie Rick Dangerous, Scorpio und Pinball Fantasies sind eine Menge toller Erinnerungen wach geworden.

The BABY

Und nach vielen Angebotsrecherchen bin ich nun wieder glĂŒcklicher Besitzer eines Amiga 1200 im Micronik Infinitive Tower. 🙂

Nach dem “Auspack” musste ich leider feststellen, dass das GerĂ€t ziemlich versifft ist. Und so habe ich als erstes den Rechner und sein GehĂ€use komplett zerlegt und gereinigt. Dabei sind sogar Spinnen und Larven zum Vorschein gekommen :-O.

Nachdem alles wieder zusammengebaut war, folgte der erste Funktionstest. Und das stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Leider war die verbaute Festplatte nicht eingerichtet und da sĂ€mtliche meiner Amigadisketten irgendwo auf dem elterlichen Dachboden ruhen, kam ich leider nicht ĂŒber das immerhin erscheinende 3.0er ROM-Startbild hinaus. Allerdings ist ein USB-Diskettenlaufwerksemulator Teil meiner neuen Errungenschaft. Ein sehr cooles Teil, dass via USB-Stick bereitgestellte ADFs dem Amiga als Disketten vorspielt. Nach ein paar Versuchen konnte ich immerhin in die Workbench 3.1 booten.

DSC_1220.JPGAls nĂ€chstes ging es an den ROM-Tausch. Mittelfristig soll natĂŒrlich AmigaOS 3.9 zum Einsatz kommen und dafĂŒr werden 3.1er ROMs benötigt.

DSC_1221.JPGNachdem die neuen ROMs eingebaut waren, musste noch der CF-Adapter ordentlich im Tower verbaut werden (wĂ€hrend meiner Recherchen in den letzten Wochen habe ich gelernt, dass es beim Amiga heutzutage “keine Alternative zur CF mehr gibt” 😉 ). Und nach der Einrichtung der CompactFlash-Karte wurde AmigaOS 3.1 auf selbiger installiert. Der Floppyemulator macht sogar LaufwerksgerĂ€usche.

Was fĂŒr ein RIESENSPASS!!!

Nach dem Einrichten des Systems habe ich dann mal meinen alten Competition PRO rausgekramt und in Erinnerungen schwelgend einige der mitgelieferten Spiele wie Silkworm, Stunt Car Racer und Lemmings angespielt. Großartig! 🙂

Da die Turbokarte noch unterwegs ist, war mit WHDLoad leider noch nichts zu machen. Die 2MB ChipRAM reichen hier einfach nicht. Aber der Floppyemulator taugt allemal zur ZeitĂŒberbrĂŒckung.

Als nÀchstes habe ich mich gefragt, ob es denn möglich sein sollte, FS-UAE von der CF-Karte des A1200 zu booten. Leider ist das Out-of-the-box nicht möglich. Allerdings lassen sich lokale Hostverzeichnisse als Laufwerke in das emulierten Amigas einbinden. Da das Amiga-FastFileSystem im Linuxkernel von Ubuntu drin steckt lassen sich die beiden Partitionen der CF problemlos mounten:

sudo mount -t affs /dev/sdc1 /mnt/dh0
sudo mount -t affs /dev/sdc2 /mnt/dh1

Die Mountpoints konnten dann wiederum in FS-UAE als Amigalaufwerke genutzt werden und so lies sich das gleiche System, was gerade noch auf dem richtigen Amiga gelaufen war auf dem Laptop in der Emulation starten. Da der A1200 noch nicht am Internet hĂ€ngt konnte ich die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen wie

  • MUI
  • Magic Menu
  • Tools Daemon
  • MultiCX
  • MagicWB

so sehr schnell installieren.

In der nĂ€chsten Zeit steht dann noch der Elkotausch auf dem Programm. Hierzu gab es im Amiga-Dresden-Forum bereits freundliche Angebote. Und jetzt wartet “The BABY” ungeduldig auf ihre Blizzard 1230 IV 🙂 .

… to be continued …